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Zinnmaler Andreas Reiner
"Kleinkunst und Zinnfigur"
Historisches Gebäude / Geschichte
Das Museumsgebäude gehörte ursprünglich zum Meierhof des Schlosses Katzelsdorf. Zunächst lange Zeit als Wirtschaftsgebäude verwendet, erlangte es im Zweiten Weltkrieg besondere Bedeutung.

Die Wehrmacht übernahm das Schloss und alle Wirtschaftsgebäude und errichtete das größte Pferdelazarett an der Ostfront. In Spitzenzeiten waren bis zu 2000 Pferde untergebracht. Im Schloss befand sich die Verwaltung und Wohnräume für Offiziere und Veterinäre. Im Wirtschaftsgebäude wurden die Operations- und Behandlungsräume eingerichtet. Hauptsächlich Kavalleriepferde wurden im Pferdelazarett Katzelsdorf operiert bzw. gesund gepflegt.

Nach 1955 werden Schloss, Wirtschaftsgebäude und Stallungen getrennt. Im Wirtschaftsgebäude wird eine Kerzenfabrik untergebracht. 1988 kauft die Gemeinde Katzelsdorf die verbliebenen Stallungen, 1993 das Schloss Katzelsdorf und im Jahre 2000 die letzte originale Halle des Meierhofs.
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Museumsentstehung
Im Jahr 2001 begann die Gemeinde Katzelsdorf mit der Sanierung der Museumshalle. Die "Grauen Panther" - eine Gruppe Pensionisten, die ihr berufliches Können und ihre Erfahrung freiwillig und kostenlos in den Dienst der Gemeinde stellen - nahmen die Museumserrichtung als "ihr" Projekt auf und investierten Tausende von Arbeitsstunden.

Mit der Gründung des Museumsvereins, der aus Mitgliedern der Gemeinde Katzelsdorf und der Gesellschaft 1683 besteht, im Herbst 2001 ging die bauliche Planung mit der inhaltlichen parallel. In der Endphase richteten unter der Führung von Museumsleiter Franz Rieder die Zinnfigurenfreunde die dem historischen Gebäude angepassten 200 Vitrinen ein. Am 4. September 2004 fand die feierliche Eröffnung der Dauerausstellung im Erdgeschoss statt.

Der Ausbau des Dachgeschoßes wurde 2009 fertig gestellt. Hier werden meist die Sonderausstellungen präsentiert und kleinere Veranstaltungen abgehalten. Weiters befindet sich der Museumspädagogische Raum mit einer kleinen Küche im 1. Stock. Somit konnte ausreichend Platz für diverse Workshops und für die Tabletop-Spieler geschaffen werden.
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